Begonnen hat alles 1986 - ich stand als einer der ersten in meinem Heimatort Seefeld auf dem neuartigen Brett, das von vielen vorerst mit großer Skepsis betrachtet wurde. Das würde sich nicht durchsetzen auf den Pisten hieß es damals oft. Ein großer Irrtum, wie sich herausgestellt hat. Meine ersten Versuche habe ich damals auf einem Freestyle Board gemacht. Aber schon bald hat meine Leidenschaft zur Geschwindigkeit wieder durchgeschlagen und ich bin in der Saison 1990/91 mein erstes Rennen gefahren. In den folgenden Jahren habe ich neben der Lehrwart- und Trainerausbildung in Österreich auch noch einige Zeit im Ausland verbracht. 1997 verschlug es mich als "Snowboard Instructor" nach Japan. Das hieß für mich 3 Monate lang jeden Tag 8 Stunden auf dem Brett zu stehen. Alles in allem eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte. Snowboarden ist für mich ein Sport, von dem ich nie genug bekommen kann. Wer einmal das Gefühl erlebt hat, auf einer griffig harten Piste und genügend Platz "Vollgas" zu geben, der wird mich auch verstehen können und vor allem nie wieder davon loskommen. Mein ganzes Leben wurde bisher von der Suche nach meinen persönlichen Grenzen bestimmt. Gerade extreme Ausdauerbelastungen haben mich immer schon fasziniert und gefordert. In Galtür habe ich 1999 mein erstes 24 Stunden Rennen gemeinsam mit meinem Teamkollegen Gerri Lanz relativ unvorbereitet bestritten. Aus ungünstiger Startposition konnten wir uns immerhin auf den 5. Platz vorarbeiten. Womit bewiesen wäre, dass Erfolg hauptsächlich im Kopf beginnt. Mit den Erfahrungen aus dem Rennen in Galtür im Handgepäck bin ich noch in derselben Saison einen weiteren Snowboard Marathon in Kastelruth, Italien gefahren. Diesmal allerdings als Einzelfahrer. Mit meinem 2. Platz in der Einzelwertung war ich diesmal schon eher zufrieden.
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